Praxis
Dr. Johannes Albrecht
Wilhelm-Sollmann Str. 107
50737 Köln

Terminvereinbarung:
Tel: 0221/741709

Lasik ohne Messer

Das Prinzip der Femto-LASIK heißt Photodisruption Bläschen aus Gas und Wasser dehnen sich aus und trennen das Gewebe. Die Wellenlängen des Lasers liegen im infraroten Bereich. Der Femtosekundenlaser arbeitet mit ultrakurzen Lichtpulsen (einige 100 Femtosekunden), die sehr hohe Energiedichten in einem kleinen Punkt erzeugen können.
Zur Veranschaulichung der extremen Kürze der erzeugten Laserpulse: Licht gelangt in einer Sekunde 7,5 Mal um die Erde, in einer Femtosekunde passiert es aber nicht einmal die Hälfte der Dicke eines Haares. Der Femto-Laser kann Gewebe sehr exakt und praktisch ohne Wärmebelastung behandeln.

Ultrakurze Lichtpulse produzieren im Inneren der Hornhaut durch sehr hohe Energiedichten Tausende von winzig kleinen Luftbläschen aus Kohlendioxid und Wasser, die sich ausdehnen und die umgebenden Hornhautschichten trennen. Aneinandergereiht ergeben die Bläschen einen Mikrometer feinen Schnitt. Wie ein Scanner läuft der Femto-Laser über die berechnete Stelle der Hornhaut und präpariert den Flap in ca. 45 Sekunden. Wie bei einer klassischen LASIK kann der Flap zur Seite geklappt werden.

Auch bei der Behandlung von Keratokonus kommt der Femtosekundenlaser zum Einsatz: Der Tunnel zur Implantation von Keraringen zur Stabilisierung der Hornhaut wird neuerdings berührungsfrei mit dem Femto-Laser präpariert. Für das Femtosekundenlaser-System wurden die amerikanischen Erfinder und Hersteller 2001 mit dem deutschen "Berthold-Leibinger- Innovationspreis" ausgezeichnet. Weltweit hat sich die Femto-LASIK mit dem Intralase system durchgesetzt. Alleine in den USA werden mit der Technik bereits mehr als 1.000.000 Eingriffe pro Jahr und damit mehr als 70% aller Behandlungen durchgeführt.
Die Vorteile des Systems auf einen Blick

Reversible Schnittführung !
Nicht die Laserimpulse, sondern die durch diese erzeugten winzig kleinen (10 - 30 µm) Gasblasen trennen das Hornhautgewebe in einer optisch genau festgelegten Schichttiefe. Der Operateur führt den Computergesteuerten Laserscan durch und kann nun zunächst die Qualität und Position des Flapfeldes überprüfen. Ist die Qualität, wie üblich, einwandfrei, kann nun der Operateur stumpf die Blasenschicht eröffnen und mit einem Spatel den Flap separieren und auftrennen. Hierin liegt ein entscheidender Vorteil zur mechanischen LASIK mit Klinge. Wäre die Blasenschicht, welche den zukünftigen Flap markiert, nicht einwandfrei, könnte der Operteur entscheiden das Gewebe nicht zu separieren. Die Blasen würden nach einigen Minuten diffundieren und die Hornhaut würde in ihre Ausgangsform zurückfinden. Bei der klingengeführten, mechanischen LASIK ist der einmal gesetzte Schnitt endgültig.

Höhere, weil optische Präzision der Flapgeometrie ! Die Flaps, die mit dem Femto-Laser geschnitten werden, sind präziser als mit dem mechanischen Mikrokeratom. Die Abweichungen zur vorgesehen Dicke betragen nur noch 10 µm statt 30 µm. Auch kann die Dicke über den gesamten Flapdurchmesser besser auf einem konstanten Wert gehalten werden, so dass der Flap insgesamt stabiler ist und besser auf- und zugeklappt werden kann. Die optische Steuerung der Flapgeometrie (Dicke, Größe, Randschnittwinkel und Brücke) ist von der gegebenen individuell sehr unterschiedlichen Hornhautform völlig unabhägig und somit sind die mit dem Laser produzierten Flaps immer uniform. Anders bei der mechanischen klingengeführten LASIK. Hier variiert die Flapgeometrie z.T. erheblich und kann im Einzelfall zu Schnittfehlern wie Knopflochbildung, abgetrennten Brücken, zu kleinen oder zu grossen Flaps oder unsauberen Schnitträndern führen.

Dünnerer Flap, mehr Resttiefe, mehr Sicherheit !
Als Anhaltspunkt: der dünnst-mögliche Femto-LASIK Flap ist 90 µm (±10), der entsprechende mechanisch erzeugte Flap hingegen 130 (±30) dick.
Aufgrund der erhöhten Präzision können nun auch Patienten mit dünner Hornhaut oder einer hohen Kurzsichtigkeit für eine LASIK in Frage kommen, die bislang aus medizinischen Gründen abgelehnt werden mussten. Eine ausführliche Voruntersuchung bei uns gibt Aufschluss, ob dieser Eingriff für Sie geeignet ist. Grundsätzlich sollte kein Verfahren bis an die Grenzen der Anwendungsmöglichkeiten ausgelegt sein, die Femto-LASIK schaftt auch hier einfach mehr Reserve und somit langfristige Sicherheit.

Individuell optimierte Zentrierung des Flaps !
Viele, gerade weitsichtige (hyperope), Augen weisen eine nicht mittig zur Hornhaut stehende Pupillenposition auf. Die mechanischen Keratome müssen aber immer aus Sicherheitsgründen auf die Hornhautmitte zentriert werden. Somit ist hier oft die Flapposition in Bezug zur Pupillenposition nicht ganz optimal. Bei der Femto-LASIK wird der Saugring auch auf die Hornhautmitte zentriert. Jetzt kann aber auf dem Bildschirminterface die Position des Flaps optimal zur Position der Pupille in Zentrierung gebracht werden. Ein großer Vorteil bei Behandlungen von Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung, wo es auf jeden Millimeterbruchteil an verfügbarer optischer Korrekturzone ankommt.