Praxis
Dr. Johannes Albrecht
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Richtiges Sehen und Fehlsichtigkeit

unscharfes Sehen

unscharfes Sehen

Fehlsichtigkeiten sind Abweichungen vom normalen Sehen, die sich mit optischen Hilfsmitteln korrigieren lassen. Neben der am häufigsten vorkommenden Kurzsichtigkeit gibt es noch die Weit- und die Stabsichtig-
keit. Außer diesen einfachen Formen der Fehlsichtigkeit liegen oft auch Sehfehler höherer Ordnung vor, die so genannten Aberrationen.
Ab etwa dem 45. Lebensjahr verliert das Auge zunehmend die Fähigkeit zur Naheinstellung. Man spricht dann von einer Altersweitsichtigkeit.

Einfache Fehlsichtigkeiten bewertet die Medizin als geringfügige Anomalien. Stärkere Fehlsichtigkeiten können, insbesondere wenn degenerative Komponenten vorliegen, auch als krankhaft bezeichnet werden.

Normales Sehen

Das normale Sehen ist von dem perfekt aufeinander abgestimmten optischen System des Auges abhängig. Hornhaut und Linse brechen das einfallende Licht so, dass auf der Netzhaut ein scharfes Abbild entsteht. Die Pupille wirkt dabei als optische Blende: Bei Dunkelheit groß und bei Helligkeit klein, reguliert sie die Lichtmenge und beeinflusst die Tiefenschärfe sowie das Kontrastsehen.

Sehschärfe


Der Visus beschreibt die Leistungsfähigkeit des Auges in Bezug auf das Auflösungsvermögen (2-Punkt-Wahrnehmung). Geprüft wird der Visus beispielsweise mit Zahlen- und Buchstaben-reihen. Man unterscheidet die unkorrigierte Sehschärfe bei Prüfung ohne Brille und die bestkorrigierte Sehschärfe bei Prüfung mit optimaler Brille oder Kontaktlinse. Die normale Sehschärfe von 100 Prozent (oder 1,0) ist Bevölkerungsdurchschnitt. Geringe Abweichungen nach unten oder oben haben noch keinen Krankheitswert.

Begrenzt wird die erreichbare Sehschärfe durch die Anordnung der Sinneszellen in der Netzhautmitte (Foveola). Diese wandeln die Lichtstrahlen in Nervenreize. Die optischen Eigenschaften des Auges, also Brechwerte (Dioptrien) und Klarheit sind der zweite wesentliche Faktor, der die Leistungsfähigkeit des Auges bestimmt. Meistens ist es so, dass die Leistungsfähigkeit der Netzhaut höher ist und die optische Qualität des Augapfels daher als begrenzender Faktor wirkt.